Beim behandeln von körperlichen und psychischen Krankheiten steht zu Beginn der Behandlung immer die Diagnose. Ist die Krankheit erst diagnostiziert, kann der Arzt genau nachsehen um welche Krankheit es sich handelt und kann dann die Behandung der Pornosucht einleiten.

Trotz der Suchtgefahr die von Pornografie ausgeht, ist die Sucht immer noch nicht im ICD-10 als Sucht erfasst

Das genaue eingrenzen ab wann jemand wirklich krank ist und wann es jemanden nur temporär schlecht geht, ist dabei nicht immer eindeutig. Der ICD-10 (International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems) gilt dabei als das wichtigste Klassifikationssystem für medizinische Diagnosen. Fest steht jedoch, dass Menschen nicht nur psychisch eine Abhängigkeit entwickeln können sondern, dass auch das Gehirn eine Abhängigkeit von Glückshormonen entwickeln kann.

Wer Alkoholabhängig ist oder nicht, lässt sich ganz leicht anhand der abgebildeten Kriterien nachlesen. Darüber hinaus ist das Problem des Alkoholismus schon seit Jahrzehnten in der Gesellschaft angekommen und Betroffene können in zahlreichen Gruppen, aber auch in staatlichen Einrichtungen, Hilfe suchen. Anders verhält es sich bei der Pornosucht. Diese „Krankheit“ ist nämlich erst durch die Verbreitung von Highspeed Internet erst vor kurzem aufgekommen und stellt Therapeuten weltweit vor eine ganz neue Herausforderung. Eine feste Definition, so wie wir sie im ICD-10 für Alkoholsucht haben, gibt es noch nicht.

Die wahrscheinlich einfachste Methode herauszufinden, ob man pornosüchtig ist, ist wahrscheinlich eine Abstinenz von Pornos und Masturbation über einen Zeitraum von zwei Wochen. Sollten Sie während dieser Zeit

  • sich von Pornos angezogen fühlen
  • permanent an Masturbation denken
  • Schlafprobleme bekommen
  • verschlimmernde Depressionen bekommen
  • rückfällig werden

so kann dies ein erster Anhalspunkt dafür sein, dass Sie unter Pornosucht leiden.

Wenn dann auch noch Umstände wie täglicher Konsum, immer härtere Inhalte, chronischer Motivationsmangel, Schüchternheit, Selbstzweifel, Depressionen und soziale Ängste noch dazukommen, verhärtet sich der Verdacht einer Pornosucht um ein vielfaches.

Weil sich Betroffene oft sozial isolieren fehlen ihnen soziale Referenzgruppen. SIe wissen oft nicht, dass täglicher expliziter Inhalte nicht normal ist.

Dass Betroffene sich ihrer Sucht nicht bewusst sind, zeigt sich auch daran, dass sie ihren Konsum (der oft täglich ist) für normal halten. Tatsächlich befindet Mann sich eher in der Minderheit, wenn er täglich masturbiert.

Wie normal ist tägliche Masturbation?

Quelle: Amorelie

Eine lange Zeit sah es so aus, als hätte man im CPUI-9 von Joshua Gibbs eine Antwort auf die Messbarkeit von Pornosucht gefunden, allerdings wird dessen Befragungsansatz in einem Artikel von Gary Wilson, einem der führenden Experten im Thema Pornosucht, scharf kritisiert.

Was können betroffene unternehmen?

Ob es international anerkannte und offizielle Definition von Pornosucht gibt spielt für die Betroffenen keine Rolle. Seit Jahren erlebe ich es wie Menschen verzweifelt versuchen von ihrer Sucht aus eigener Kraft loszukommen und diese Versuche selten von dauerhaften Erfolg gekrönt sind.

Um dauerhaft von der Sucht loszukommen muss nicht nur gesondert der Konsum eliminiert werden, sondern die betroffene Person sowie dessen Lebensumstände, als ganzheitliches Konzept betrachtet und in geregelte Bahnen gebracht werden.

Wenn Sie sich beim Durchlesen dieses Textes angesprochen gefühlt haben sollten, so zögern Sie nicht ein kostenloses und unverbindliches Erstgespräch mit mir zu vereinbaren. Nach einer genauen Anamnese deiner Situation werden wir dann gemeinsam ein Konzept ausarbeiten, wie dir geholfen werden kann.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>